Aus unseren Einrichtungen

Haus Fichtenhalde, Offenburg

Haus Fichtenhalde hat als erste Einrichtung die Auszeichnung „Marte Meo Kinder- und Jugendhilfe" erhalten. „Marte Meo" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie »aus eigener Kraft« etwas erreichen. Und genau darum geht es: Die Methode unterstützt Menschen darin, ihre eigenen Kräfte zu entdecken und dadurch Veränderungen zu bewirken, so Heike Bösche, Lic. Marte Meo Supervisorin aus Lohmar. Entwickelt wurde sie von der Niederländerin Maria Aarts Anfang der 80er-Jahre. Heute wird das Konzept in mehr als 38 Ländern praktiziert und findet in den verschiedensten Bereichen Anwendung, wie zum Beispiel in der Analyse von Eltern-Kind-Interaktionen, aber auch in der Arbeit in Kindertagesstätten, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen. Schwerpunkt der Methode ist die Analyse von Videosequenzen. Dabei geht es nicht darum, Fehler und Schwächen aufzuzeigen und in den Fokus zu rücken, sondern sich gezielt der bereits vorhandenen Stärken und Ressourcen bewusst zu werden.

Haus Fichtenhalde befasst sich seit 10 Jahren mit der Marte Meo Methode unter fachkundiger Anleitung von Heike Bösche. Marte Meo ist inzwischen ein fester Baustein in der alltäglichen Arbeit geworden, berichtet Monique Breithaupt-Peters, die das Projekt ins Leben gerufen hat und intern betreut. Mittlerweile sind über 30 Mitarbeitende als Marte Meo Practitioner ausgebildet, drei weitere Angestellte arbeiten als Marte Meo Colleague Trainer und Marte Meo Therapist. Auch eine lebhafte, regelmäßig stattfindende Marte Meo Intervisionsgruppe ist entstanden.

"Mir fällt es nun viel leichter, meine eigenen Fähigkeiten wahrzunehmen und vor allem die Ressourcen der Kinder zu erkennen, zu sehen, wie ich ihre Entwicklungsprozesse unterstützen kann," fasst die Mitarbeiterin Bettina Lehmann ihre Erfahrungen als Marte Meo Practitioner zusammen.

Mit sichtbarer Freude und Stolz auf sein Team nahm Martin Adam am 17.10.2020 die Auszeichnung von Heike Bösche entgegen.

MarteMeo HaFi